Frühlingsboten im Schnee

 

Schneeglöckchen und Frühling?

- davon sind wir noch weit entfernt, schaut man sich draußen um. Aber unter der weißen Schneedecke ist der Boden vor  dem Frost besser geschützt und die Natur bereitet sich im Verborgenen schon auf wärmere Zeiten vor. 

“Wenn´s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.” – sagt eine alte Bauernregel.

Der Lichtmesstag, der zweite Tag im Monat Februar, war früher ein wichtiger Feiertag für die Bauern. An diesem Tag wechselte das Gesinde den Dienstherrn, Kerzen wurden für den kirchlichen und häuslichen Gebrauch geweiht, Lichterprozessionen gefeiert und manch alter Bauer rüttelte mit uns heute fremdartig anmutenden Ritualen seine Obstbäume wach. Im Allgäu kennt man noch heute den Brauch von Kräuterräucherungen mit Fichte, Wacholder, Beifuss und anderen Kräutern um die „Krankheitsdämonen” des Winters zu vertreiben und Raum für die neue Kraft des Frühlings zu schaffen. Birke und Schneeglöckchen standen bei unseren keltischen Vorfahren sinnbildlich für das Wiedererwachen in der Natur. Nehmen auch wir dieses alte Fest zum Anlass, uns auf den Weg zu machen in ein neues Kräuterjahr mit erfüllenden Entdeckungen und Erfahrungen in und mit unserer heimischen Natur.

Ganz eilige können nicht mal warten, bis das weiße Mäntelchen weg ist. Lassen wir uns überraschen, wann wir die ersten Frühlingsboten finden.

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