Archiv für Dezember 2009
Die Wettervorhersage des Schäfers
Ein Wanderer trifft einen Schäfer, der bei seiner Herde steht. Sie kommen ins Gespräch. „Wie wird das Wetter heute?“ fragt der Wanderer. Der Schäfer: “So, wie ich es gerne habe.“ Der Wanderer staunt: „Aber woher wisst Ihr, dass das Wetter so sein wird, wie Ihr es liebt?“
Der Schäfer schaut den Fremden an und antwortet ruhig: „Ich habe die Erfahrung gemacht, mein Freund, dass ich nicht immer das bekommen kann, was ich gerne möchte. Also habe ich gelernt, immer dass zu mögen, was ich bekomme. Deshalb bin ich sicher: das Wetter wird so, wie ich es gerne mag.“
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen
ein gesegnetes Neues Jahr
Angela Marmor
Sauer macht lustig…
Essig kam bereits in der Volksheilkunde, als altes Hausmittel und als Mittel zur Körperpflege zum Einsatz. Er wurde verwendet als Gurgelmittel und Einreibung bei Erkältungskrankheiten und Handtuchumschläge bei Insektenstichen und Prellungen. Verdünnt aufgetragen pflegt Körperessig die Haut und fördert die Durchblutung, wirkt kühlend und hautstraffend, kann auch als Badezusatz oder als Einreibung nach der Dusche sowie zum Spülen von trockenen Haaren nach der Haarwäsche angewandt werden. Diesen Beitrag weiterlesen »
Mistel – Zauberkraut
Wer weiß, was sich hinter Albranken, Bocksfutter, Druidenfuß, oder Hexenbesen verbirgt? Ein Tier, eine Speise oder eine Pflanze?

Mit letzterem haben wir es zu tun und jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit ist sie in fast jedem Floristikgeschäft zu finden. Die Mistel – Viscum album, so die botanische Bezeichnung. Misteln sind außergewöhnliche Pflanzen, die erst in den Wintermonaten, wenn die Bäume kahl sind, richtig sichtbar werden. Als das Zauberkraut keltischer Druiden, ist die Mistel wohl jedem Fan von ein paar Galliern und ihrem Zaubertrank brauenden Druiden bekannt. Angeblich auf Eichen wurde die Mistel von letzteren mit goldenen Sicheln geschnitten und in Tüchern aufgefangen. Sie durften die Erde nicht berühren, damit sie nicht ihre magischen Kräfte verloren. Tatsächlich ist die Mistel eine sehr alte Heil- und Kultpflanze und erregt seit mehr als 2000 Jahren auch als Kunstmotiv das Interesse der Menschen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Das geheimnisvolle Licht
Das geheimnisvolle Licht
Es war einmal vor langer Zeit in einem tiefen Wald, weit weg von den Häusern und Wegen der Menschen. Der Herbst hatte längst Einzug gehalten und den Pflanzen und Tieren zu erkennen gegeben, dass es Zeit war, sich für den Winter vorzubereiten. Die Mäuse hatten ihre Nester mit weichem Moos schön kuschelig ausgepolstert und die Eichhörnchen einen beachtlichen Vorrat an Nüssen und Eicheln vergraben und in Baumhöhlen und Ritzen versteckt. Die Wild-schweine waren rund von den vielen Eicheln und Bucheckern, die sie sich hatten schmecken lassen und trugen einen dicken Winterpelz auf ihrer Schwarte. Auf der Suche nach letzten Leckerbissen huschten noch einzelne Igel durch den Laubteppich, der wie eine wärmende Decke über dem Boden lag, denn sie begannen ihren Winterschlaf erst, wenn der Frost auch am Tag dauerhaft die Kälte festhielt. Auch Fuchs, Hase, Reh und Hirsch machten sich auf den ersten Schnee gefasst. In einer sternenklaren Nacht, in der ein scharfer Wind klirrende Kälte mit sich brachte, erlebten die Wald-bewohner etwas Seltsames… Diesen Beitrag weiterlesen »
Zauberhafter Herbst
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.



