“Begossener” Apfelkuchen
Gerade werden wir von Äpfeln aus unserer Streuobstwiese wieder einmal überschwemmt – nicht zum ersten Mal in diesem Jahr. Die Sturmböen des letzten Wetterumschwungs haben mindestens 600 kg heruntergeschüttelt und bestimmt hängt dieselbe Menge noch oben. Nach den Sommer- und Spätsommeräpfeln sind jetzt die Lageräpfel an der Reihe: Schöner von Boskoop, Kaiser Wilhelm, Bohnapfel, Korbinian Aigner, Schmidtberger Winterrenette und Roter Eiser – um nur einige zu nennen. Unvergleichlicher Duft steigt einem bei der Apfelernte in die Nase. Man kann nicht anders – man muss hineinbeißen! Wie köstlich schmeckt ein Apfelmus aus solchen Früchten, und frisch gepresster Saft erst – unvergleichlich gut! Natürlich gibt es bei uns auch Apfelkuchen: mit Mürbteig, mit Hefeteig, mit und ohne Rosinen, Nüssen, usw…
Mein Lieblingsrezept geht so:
Für den Teig:
230 g Mehl
130 g Butter oder Margarine
60 g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
Butter zum Einfetten der Form
50 g Semmelbrösel zum Bestreuen des Bodens
1 kg Äpfel zum Belegen
Für den Guss:
¼ l Milch
¼ l Sahne
110 g Butter oder Margarine
50 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
abgeriebene Schale einer Zitrone
3 Eier
40 g Kartoffelstärke
Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät zu Streuseln (wie für Streuselkuchen) verarbeiten. Die Streusel auf die eingefettete Springform (28 cm) geben und mit den Händen andrücken, so dass sich der Teig verbindet, dabei einen Teigrand von ca. 3 cm hochziehen. Die Semmelbrösel auf dem Boden verteilen.
Äpfel schälen, achteln (kleine Äpfel vierteln), das Kerngehäuse entfernen und auf dem Teigboden ringartig verteilen. Alle Zutaten für die Creme verrühren. Die Creme unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und über die Äpfel gießen. Die Form in den vorgeheizten Backofen auf die untere Schiene stellen.
Backzeit: 45 Minuten
(je nach Herd etwas unterschiedlich)
Elektroherd: 190 Grad bei Ober-Unterhitze
oder 150-160 °C Heißluft
Kuchen vom Rand lösen und in der Form auskühlen lassen!
Ein Foto von dieser Schlemmerei ist mir bis jetzt nicht gelungen. Die “Esser” sind immer schneller, als ich mit der Kamera…
Karin Greiner (www.pflanzenlust.de) bekam vergangene Woche einen ganzen Korb voller verschiedener Äpfel aus Streuobstanbau im Labertal. Von unseren und den Bäumen eines guten Freundes kamen mindestens 30 verschiedene alte Sorten zusammen. Wieviele verschiedene Sorten es genau gibt? Ich weiß es nicht – es sind unzählige! Wer sich davon ein Bild machen möchte, sollte mal in die Obstsortendatenbank des BUND Lemgo reinschauen: www.obstsortendatenbank.de
