Brot ist Leben – ist Segen – ist Brauchtum

Seit Urzeiten ist Getreide Grundnahrungsmittel für die Menschheit und das „tägliche“ Brot spielte in allen Kulturkreisen seit jeher eine große Rolle. Mit den heute technisierten Anbaumethoden und hoch gezüchteten, ertragreichen Getreidesorten gelangte der moderne Ackerbau an seinen Höhepunkt und führte während seiner Entwicklung zum heutigen Stand zu großen Veränderungen nicht nur im wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Umfeld der traditionellen Landwirtschaft.

Eine Folge davon ist, dass unser Verhältnis zum Brot heute ein anderes als in früheren Zeiten ist. In unserer Sprache hat sich indes erhalten, was die einst tiefe Beziehung zum Brot und Brot backen widerspiegelte. Wir reden vom Brötchengeber, haben es mit „Backfischen“ zu tun, „frisch gebacken“ ist der Lehrling, der seine „Feuerprobe“ bestanden und sich vielleicht auch mal „die Finger verbrannt“ hat. In Ritualen, Brauchtum und Symbolik finden wir seit dem Beginn des Ackerbaus quer durch die Geschichte Zeugnisse vom lebendigen Umgang mit Brot – nicht zuletzt in den christlichen Religionen und ihren Lehrbüchern.

Die letzten noch erhaltenen Bräuche rund ums Brot haben sicher eine Renaissance verdient. Machen wir uns also auf die Suche: das Potential reicht vom Neujahrskringel über Fastengebäck, Horaffen, Sonnwendrad und Allerseelenzopf bis zum Leichenweck, Taufbrot und Glutzelten. Es gibt viel zu entdecken!

Möchten Sie gerne wissen, wie ich zu all dem gekommen bin? Dann schauen Sie doch mal in den Pflanzenlustblog von Karin Greiner rein – ihr habe ich kürzlich meine “Brotgeschichte” erzählt.

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