Archiv für die Kategorie „Jahreszeiten“
Sommer Ade?

Samenstand der Haferwurzel
Die Tage werden jetzt schon merklich kürzer. Richtig warme, laue Sommerabende konnte man heuer an ein paar Fingern abzählen. Die Feuchtigkeit hat einiges dahingerafft, was im Sommer lieber trockene Füße und warmes Klima mag… Es ist wie es ist, und man kann auf den nahenden Herbst gespannt sein – vielleicht vergoldet er, was der Sommer übrig gelassen hat. Die inzwischen tief stehende Sonne beschert besondere Momentaufnahmen.
Die ersten Silberfäden sind jedenfalls schon unterwegs…
Frühlingsboten im Schnee
Schneeglöckchen und Frühling?
- davon sind wir noch weit entfernt, schaut man sich draußen um. Aber unter der weißen Schneedecke ist der Boden vor dem Frost besser geschützt und die Natur bereitet sich im Verborgenen schon auf wärmere Zeiten vor.
“Wenn´s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.” – sagt eine alte Bauernregel.
Der Lichtmesstag, der zweite Tag im Monat Februar, war früher ein wichtiger Feiertag für die Bauern. An diesem Tag wechselte das Gesinde den Dienstherrn, Kerzen wurden für den kirchlichen und häuslichen Gebrauch geweiht, Lichterprozessionen gefeiert und manch alter Bauer rüttelte mit uns heute fremdartig anmutenden Ritualen seine Obstbäume wach. Im Allgäu kennt man noch heute den Brauch von Kräuterräucherungen mit Fichte, Wacholder, Beifuss und anderen Kräutern um die „Krankheitsdämonen” des Winters zu vertreiben und Raum für die neue Kraft des Frühlings zu schaffen. Birke und Schneeglöckchen standen bei unseren keltischen Vorfahren sinnbildlich für das Wiedererwachen in der Natur. Nehmen auch wir dieses alte Fest zum Anlass, uns auf den Weg zu machen in ein neues Kräuterjahr mit erfüllenden Entdeckungen und Erfahrungen in und mit unserer heimischen Natur.
Ganz eilige können nicht mal warten, bis das weiße Mäntelchen weg ist. Lassen wir uns überraschen, wann wir die ersten Frühlingsboten finden.
Die Wettervorhersage des Schäfers
Ein Wanderer trifft einen Schäfer, der bei seiner Herde steht. Sie kommen ins Gespräch. „Wie wird das Wetter heute?“ fragt der Wanderer. Der Schäfer: “So, wie ich es gerne habe.“ Der Wanderer staunt: „Aber woher wisst Ihr, dass das Wetter so sein wird, wie Ihr es liebt?“
Der Schäfer schaut den Fremden an und antwortet ruhig: „Ich habe die Erfahrung gemacht, mein Freund, dass ich nicht immer das bekommen kann, was ich gerne möchte. Also habe ich gelernt, immer dass zu mögen, was ich bekomme. Deshalb bin ich sicher: das Wetter wird so, wie ich es gerne mag.“
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen
ein gesegnetes Neues Jahr
Angela Marmor
Zauberhafter Herbst
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.




