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	<title> &#187; Märchen und Geschichten</title>
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		<title>Zauberhafte Wesen</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 22:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>angela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Märchen und Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[
Sonnenuntergang im Bruchwald:  
Bei einem Erkundungsgang f&#252;r eine Kr&#228;uterwanderung stie&#223; ich auf sie. Im Gegenlicht wirkten ihre gr&#252;nen Kleider wie mit Silberf&#228;den durchsponnen&#8230;
Gar seltsame und auch gruselige Geschichten gibts vom Erlengrund, von der rauen Else, die den Ritter Wolfdietrich erst verzauberte und dann in ihr Reich entf&#252;hrte, dem Erlk&#246;nig und seiner Tochter, von Irrlichtern und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.lustaufunkraut.de/wp-content/uploads/2010/04/zauberhafte-wesen1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-268" title="zauberhafte wesen1" src="http://www.lustaufunkraut.de/wp-content/uploads/2010/04/zauberhafte-wesen1.jpg" alt="" width="500" height="334" /></a></p>
<p><strong>Sonnenuntergang im Bruchwald: </strong> </p>
<p>Bei einem Erkundungsgang f&#252;r eine Kr&#228;uterwanderung stie&#223; ich auf sie. Im Gegenlicht wirkten ihre gr&#252;nen Kleider wie mit Silberf&#228;den durchsponnen&#8230;</p>
<p>Gar seltsame und auch gruselige Geschichten gibts vom Erlengrund, von der rauen Else, die den Ritter Wolfdietrich erst verzauberte und dann in ihr Reich entf&#252;hrte, dem Erlk&#246;nig und seiner Tochter, von Irrlichtern und Moorgeistern &#8211; wehe dem, der sich an solchem Ort in der Dunkelheit verirrt..<span id="more-266"></span></p>
<p><strong><span style="color: #008080;">DER ERLK&#214;NIG</span></strong></p>
<div><em><span style="color: #008080;">Wer reitet so sp&#228;t durch Nacht und Wind?<br />
Es ist der Vater mit seinem Kind;<br />
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,<br />
Er fa&#223;t ihn sicher, er h&#228;lt ihn warm.</span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;"> </span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;">Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? -<br />
Siehst Vater, du den Erlk&#246;nig nicht?<br />
Den Erlenk&#246;nig mit Kron und Schweif? -<br />
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -</span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;"> </span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;">&#8220;Du liebes Kind, komm, geh mit mir!<br />
Gar sch&#246;ne Spiele spiel ich mit dir;<br />
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,<br />
Meine Mutter hat manch g&#252;lden Gewand.&#8221;</span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;"> </span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;">Mein Vater, mein Vater, und h&#246;rest du nicht,<br />
Was Erlenk&#246;nig mir leise verspricht? -<br />
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;<br />
In d&#252;rren Bl&#228;ttern s&#228;uselt der Wind. -</span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;"> </span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;">&#8220;Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?<br />
Meine T&#246;chter sollen dich warten sch&#246;n;<br />
Meine T&#246;chter f&#252;hren den n&#228;chtlichen Reihn<br />
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.&#8221;</span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;"> </span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;">Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort<br />
Erlk&#246;nigs T&#246;chter am d&#252;stern Ort? -<br />
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:<br />
Es scheinen die alten Weiden so grau. -</span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;"> </span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;">&#8220;Ich liebe dich, mich reizt deine sch&#246;ne Gestalt;<br />
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.&#8221;<br />
Mein Vater, mein Vater, jetzt fa&#223;t er mich an!<br />
Erlk&#246;nig hat mir ein Leids getan! -</span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;"> </span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;">Dem Vater grauset&#8217;s, er reitet geschwind,<br />
Er h&#228;lt in den Armen das &#228;chzende Kind,<br />
Erreicht den Hof mit M&#252;he und Not;<br />
In seinen Armen das Kind war tot.</span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;"> </span></em></div>
<div><em><span style="color: #008080;"></span></em></div>
<p><em><span style="color: #008080;"> </p>
<p></span></em></p>
<p><em><span style="color: #008080;">Johann Wolfgang von Goethe</span></em></p>
<p>Dabei handelt es sich eigentlich um den Ellen- oder Elbenk&#246;nig, der aus einer nordischen Sage entstammt. Angeblich wurde bei der &#220;bersetzung &#8220;Eller&#8221; als Erle &#252;bersetzt, woraus dann der Begriff Erlk&#246;nig entstand. Die Erle passt aber trotzdem zu ihm, weil sie an feuchten und damit auch oft nebligen Orten w&#228;chst, die im Volkglauben Aufenthaltsort von Naturgeistern waren.</p>
<p>Kein Wunder, dass es in fr&#252;heren Zeiten hie&#223;:</p>
<p>Rotes Holz (damit ist die Erle gemeint) und feurig (rotes) Haar sind aus gutem Grunde rar&#8230;</p>
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		<title>Das geheimnisvolle Licht</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 21:23:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Märchen und Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das geheimnisvolle Licht
Es war einmal vor langer Zeit in einem tiefen Wald, weit weg von den H&#228;usern und Wegen der Menschen. Der Herbst hatte l&#228;ngst Einzug gehalten und den Pflanzen und Tieren zu erkennen gegeben, dass es Zeit war, sich f&#252;r den Winter vorzubereiten. Die M&#228;use hatten ihre Nester mit weichem Moos sch&#246;n kuschelig ausgepolstert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.lustaufunkraut.de/wp-content/uploads/2009/12/GEHEIMNISVOLLES-LICHT.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-45" title="GEHEIMNISVOLLES LICHT" src="http://www.lustaufunkraut.de/wp-content/uploads/2009/12/GEHEIMNISVOLLES-LICHT-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a></strong></p>
<p><strong>Das geheimnisvolle Licht</strong></p>
<p>Es war einmal vor langer Zeit in einem tiefen Wald, weit weg von den H&#228;usern und Wegen der Menschen. Der Herbst hatte l&#228;ngst Einzug gehalten und den Pflanzen und Tieren zu erkennen gegeben, dass es Zeit war, sich f&#252;r den Winter vorzubereiten. Die M&#228;use hatten ihre Nester mit weichem Moos sch&#246;n kuschelig ausgepolstert und die Eichh&#246;rnchen einen beachtlichen Vorrat an N&#252;ssen und Eicheln vergraben und in Baumh&#246;hlen und Ritzen versteckt. Die  Wild-schweine waren rund von den vielen Eicheln und Bucheckern, die sie sich hatten schmecken lassen und trugen einen dicken Winterpelz auf ihrer Schwarte. Auf der Suche nach letzten Leckerbissen huschten noch einzelne Igel durch den Laubteppich, der wie eine w&#228;rmende Decke &#252;ber dem Boden lag, denn sie begannen ihren Winterschlaf erst, wenn der Frost auch am Tag dauerhaft die K&#228;lte festhielt. Auch Fuchs, Hase, Reh und Hirsch machten sich auf den ersten Schnee gefasst. In einer sternenklaren Nacht, in der ein scharfer Wind klirrende K&#228;lte mit sich brachte, erlebten die Wald-bewohner etwas Seltsames&#8230;<span id="more-43"></span></p>
<p>&#8230;Der Mond schien hell und tauchte den Wald in ein silbernes Licht. Doch was war das? &#8211; Helle Kl&#228;nge waren pl&#246;tzlich zu h&#246;ren, als w&#252;rde sie der Wind mit sich tragen. Die Tiere des Waldes horchten &#228;ngstlich auf und versammelten sich auf einer Lichtung. Selten nur kamen Menschen in den Wald, wie das harmlose, alte Weiblein, das Beeren, Wurzeln und Kr&#228;uter sammelte. Aber um diese Jahreszeit war sie noch nie da gewesen. Der Fuchs rief: „Das kann nur der J&#228;ger mit seinem Hund sein“. Aber der Hirsch widersprach sofort: „H&#246;rt doch genau hin, das sind T&#246;ne wie wir sie noch nie kannten. Und da hatte er wohl recht. Es war eine gar liebliche Musik, die das Herz anr&#252;hrte und die Tiere f&#252;hlten sich trotz aller Vorsicht davon angetan. Inzwischen hatte sich auch die Eule eingefunden. Sie galt als die Weiseste unter Ihnen und so warteten alle gespannt, was sie dazu sagen w&#252;rde. Sie flog auf einen Ast, von dem aus sie die ganze Lichtung gut &#252;berblicken konnte und ordnete zuerst seelenruhig ihr Gefieder. Erst als sie damit fertig war, begann sie zu sprechen: „Es ist eine ungew&#246;hnliche Musik, die da in unserem Wald zu h&#246;ren ist. Sie ist fern und nah zugleich und stimmt unser Herz friedlich. Das kann nicht von den Menschen sein. Lasst uns nachsehen, wo sie herkommt, ich bin sicher, wir haben nichts zu bef&#252;rchten“. „Und wenn es doch der J&#228;ger ist, der uns nur t&#228;uschen will“, wandte der schlaue Fuchs ein. „Dann werden wir ihm nicht in die Falle gehen“, erwiderte die Eule. „Es sollen zun&#228;chst die V&#246;gel und Eichh&#246;rnchen ausschw&#228;rmen und nachsehen“ schlug sie vor. Diese Idee gefiel den Tieren und weil es vom Mondschein so hell war, konnten selbst die Meisen sich mit auf die Suche machen.</p>
<p>Es dauerte gar nicht lange, da kam eines der Eichh&#246;rnchen ganz au&#223;er Atem zur&#252;ck und berichtete: „Da, beim Bach, in der gro&#223;en Tanne, da ist was – es leuchtet und da ist auch die Musik…“. Darauf konnte sich keines der Tiere einen Reim machen. Wild durcheinander redeten sie und jeder hatte eine andere Deutung. „Ruhe!“ lies da die Eule h&#246;ren. „Wir werden gemeinsam hingehen, und nachsehen, welches Wesen in unserem Wald solche Kl&#228;nge hervorbringt.“ Damit waren alle einverstanden und so setzte sich die Gruppe in Bewegung. Am Bach angekommen konnten sie schon von weitem einen hellen Schein wahrnehmen. Vorsichtig schlichen sie n&#228;her. Die Eule, die nachts besonders gut sehen konnte, sa&#223; auf dem m&#228;chtigen Geweih des Hirsches, der allen voranschritt. Dieses „Etwas“ musste in der Tanne sitzen, denn au&#223;er dem Lichterschein war nichts zu erkennen. Nun waren die M&#228;use gefragt. Flink flitzten sie voraus und suchten immer wieder hinter Wurzeln und Moospolstern Deckung. Wie erstaunt waren Sie dar&#252;ber, was sie im Baum zu sehen bekamen. Eine von ihnen machte gleich kehrt, um den anderen zu berichten, dass sie ruhig kommen k&#246;nnten. Die Neugierde lie&#223; keinen z&#246;gern und so standen die Waldbewohner nach kurzer Zeit versammelt unter den lang geschwungenen &#196;sten der Tanne wie unter einem gro&#223;en Dach. Und was meint ihr bekamen sie zu sehen?</p>
<p>Eine Etage weiter oben sa&#223; dieses „Etwas“ auf einem Ast, es war nicht gr&#246;&#223;er als ein Hase und war von Licht hell wie ein Sonnenstrahl umgeben. Auch die Musik kam von da, glockenheller Klang, der alle verzauberte. Der Hirsch r&#228;usperte sich. Pl&#246;tzlich war es ganz still und der Lichterschein verschwand.  „Wer bist du denn?“ fragte der Hase, der als etwas vorlaut bekannt war. „Oh, bitte tut mir nichts, ich komme von weit her und k&#246;nnte gut eure Hilfe gebrauchen“, kam als Antwort zur&#252;ck. „Dann komm doch erst mal runter“, ergriff die Eule das Wort und winkte mit ihrem Fl&#252;gel. „Das kann ich leider nicht, ich habe mich hier in den &#196;sten verfangen, wollt ihr mir nicht helfen?“ Die Eichh&#246;rnchen machten sich sogleich auf den Weg, befreiten das unbekannte Wesen und begleiteten es herab von dem m&#228;chtigen Baum. „Oh bitte, k&#246;nnt ihr mein Musikinstrument auch noch runterholen?“ bat der Gerettete. Jetzt erst erkannten die Tiere, wer vor ihnen stand. Wie Schuppen fiel es von ihren Augen. Sie hatten gerade einem Engel geholfen.</p>
<p>Der dehnte und streckte sich erst mal gl&#252;cklich, nahm seine Harfe entgegen, setzte sich auf eine Wurzel und begann sogleich wieder zu spielen. Mit dem ersten Ton war er wieder von dem hellen Leuchten umgeben und er erz&#228;hlte den Tieren seine Geschichte: „Wisst ihr – ich sollte da droben im Himmel weihnachtliche Lieder &#252;ben und das konnte ich wirklich schon sehr gut, denn ihr m&#252;sst wissen, immer wenn man die T&#246;ne richtig spielt, f&#228;ngt das Engelslicht zu leuchten an. Irgendwann wurde mir dann aber langweilig, und ich wollte ein bisschen auf die Erde hinunter schauen, was die Kinder dort machen und ob sie sich schon auf den Heiligen Abend freuen. Dabei habe ich mich zu weit hinausgebeugt und bin hinuntergefallen. Und weil ich meine Harfe nicht loslassen wollte, hatte ich nicht gen&#252;gend Kraft, mit meinen kleinen Fl&#252;geln wieder hinaufzufliegen. Dann habe ich mich auch noch in diesem Baum hier  verfangen und konnte mich nicht mehr befreien.“ Die Tiere hatten gespannt zugeh&#246;rt und nickten betroffen. „Zuerst habe ich lange geweint, weil ich Angst hatte und so alleine war in diesem tiefen Wald. Dann ist mir aber wieder eingefallen, dass mit meinem Spiel auch das Licht erscheint und habe gehofft, dass mich jemand h&#246;rt oder sieht und mir zu Hilfe kommt.“ „Ja, und wie willst du jetzt wieder hinauf kommen?“ meldete sich ausnahmsweise das Wildschwein zu Wort. „Wenn ich das nur w&#252;sste“, antwortete der Engel. „Meine himmlische Harfe ist einfach zu schwer, so dass ich mit ihr nicht fliegen kann“, f&#252;gte er traurig hinzu.</p>
<p>Die Tiere dachten angestrengt nach. „Du kannst doch auch einfach bei uns bleiben“, meinte das Reh, „wir finden bestimmt einen Platz, an dem du in unserem Wald wohnen kannst“. „So einfach ist das leider nicht“, erwiderte der kleine Engel, „ich soll n&#228;mlich am Heiligen Abend im Orchester beim gro&#223;en Hosianna mitspielen“. „Und ohne deine Harfe kannst du fliegen?“, fragte die Eule mitten hinein. „Ja, schon, aber die muss ich doch mitnehmen“, sagte der Engel mit weinerlicher Stimme, h&#246;rte das spielen auf und sofort war es wieder dunkel. „Ich hab eine Idee“, lie&#223; der Fuchs alle wissen, „die Harfe muss eben jemand anderer nehmen, die Eule zum Beispiel. Sie soll dich hinauf begleiten und dann wird alles gut.“ „Das geht leider nicht, kein Wesen von der Erde kann einfach in den Himmel kommen, au&#223;erdem bek&#228;me ich dann gro&#223;en &#196;rger“, weinte der Engel verzweifelt. „Nun, dann werden wir eine andere L&#246;sung finden“, sagte die Eule nach einer Weile ganz ruhig. „Schau wie hoch diese Tanne ist, sie ist der gr&#246;&#223;te Baum in unserem Wald. Du fliegst alleine zur&#252;ck zu deinem Orchester und ich nehme deine Harfe und h&#228;nge sie dort in die oberste Spitze des Baumes. Der Wind wird ihre Saiten streichen, so dass das Licht wieder leuchtet und sie weithin sichtbar wird. Dann kann von oben ein anderer Engel kommen und sie f&#252;r dich hinaufbringen.“ F&#252;r einen Moment war es mucksm&#228;uschenstill, dann brachen die Tiere in einen Applaus aus. Der kleine Engel wusste zun&#228;chst nicht recht, was er davon halten sollte, aber weil die Zeit dr&#228;ngte, willigte er ein und sagte: „Ich bin sehr froh, dass ich euch begegnet bin und ihr mir geholfen habt. Bevor ich nun wieder nach Hause gehe, m&#246;chte ich euch mit einem besonderen Lied danken“. Das tat er und er spielte so sch&#246;n, dass den Tieren wieder ganz warm ums Herz wurde. Wieder waren alle umgeben von einem hellen Schein, der diesmal so sehr blendete, dass sie ihre Augen schlie&#223;en mussten. Pl&#246;tzlich war es wieder still, das Licht war dem Silberschein des Mondes  gewichen und der kleine Engel – war verschwunden. Am Boden, dort wo ergesessen hatte, lag die Harfe. Die Eule nahm sie und tat, wie sie vorgeschlagen hatte. Und wirklich, kaum war die Harfe am Baumwipfel befestigt, fuhr schon derWind hinein und mit den ersten Kl&#228;ngen begann sie zu leuchten. Der ganze Baum erstrahlte in einem wundersamen Licht. Es dauerte aber gar nicht lange, und Stille kehrte zur&#252;ck in den Wald. Da wussten die Waldbewohner, dass die Eule wirklichdas weiseste Tier unter ihnen war.</p>
<p>Im n&#228;chsten Fr&#252;hling wuchs an der Stelle, wo der Engel die Harfe abgelegt hatte eine Blume, die bis dahin noch niemand gesehen hatte und wundersch&#246;n bl&#252;hte. Sie bekam den Namen Christrose.Seit dieser Zeit versammeln sich die Tiere des Waldes jedes Jahr an Heilig Abend friedlich bei der alten Tanne und erz&#228;hlen sich von ihrem besonderen Erlebnis. Und manchmal, wenn es eine mondhelle Nacht war, meinten sie himmlische Kl&#228;nge von „ihrem“ Engel zu h&#246;ren.</p>
<p> Text:         Angela Marmor                         Bild:       Annalena Schieb</p>
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