Archiv für die Kategorie „Mythologie und Brauchtum“

Mythologie und Brauchtum im Mai – Walpurgisnacht

Schon lange begleiten Pflanzen als Schutz- und Heilmittel wie in der Symbolik die Menschen durch den Jahreskreis – in vorchristlicher Zeit schon im keltischen Brauchtum und noch heute an Heiligengedenktagen und verschiedenen anderen Festen des Kirchenjahres. So galt es z.B. am Karfreitag bestimmte Glückspflanzen (Eisenkraut) zu graben und auch für die Aussaat von Kulturpflanzen gab es bestimmte Tage. Frühlingsblumen schrieb man eine besondere Heilkraft zu. Sie zu sammeln, zu essen oder auch aufzubewahren und bei Bedarf z.B. einem Erkrankten gegen Fieber aufzulegen war gängiges Brauchtum. Andererseits sollte man von mancher Pflanze Abstand halten, um vor Schaden bewahrt zu bleiben. In Zusammenhang stand damit einst der Glaube, dass Pflanzen von einem Pflanzengeist bewohnt würden.

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Mistel – Zauberkraut

Wer weiß, was sich hinter Albranken, Bocksfutter, Druidenfuß, oder Hexenbesen verbirgt? Ein Tier, eine Speise oder eine Pflanze?

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Mit letzterem haben wir es zu tun und jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit ist sie in fast jedem Floristikgeschäft zu finden. Die Mistel – Viscum album, so die botanische Bezeichnung. Misteln sind außergewöhnliche Pflanzen, die erst in den Wintermonaten, wenn die Bäume kahl sind, richtig sichtbar werden. Als das Zauberkraut keltischer Druiden, ist die Mistel wohl jedem Fan von ein paar Galliern und ihrem Zaubertrank brauenden Druiden bekannt. Angeblich auf Eichen wurde die Mistel von letzteren mit goldenen Sicheln geschnitten und in Tüchern aufgefangen. Sie durften die Erde nicht berühren, damit sie nicht ihre magischen Kräfte verloren. Tatsächlich ist die Mistel eine sehr alte Heil- und Kultpflanze und erregt seit mehr als 2000 Jahren auch als Kunstmotiv das Interesse der Menschen. Diesen Beitrag weiterlesen »