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	<title> &#187; Mythologie und Brauchtum</title>
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		<title>Mythologie und Brauchtum im Mai &#8211; Walpurgisnacht</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 00:19:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>angela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythologie und Brauchtum]]></category>

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Schon lange begleiten Pflanzen als Schutz- und Heilmittel wie in der Symbolik die Menschen durch den Jahreskreis &#8211; in vorchristlicher Zeit schon im keltischen Brauchtum und noch heute an Heiligengedenktagen und verschiedenen anderen Festen des Kirchenjahres. So galt es z.B. am Karfreitag bestimmte Gl&#252;ckspflanzen (Eisenkraut) zu graben und auch f&#252;r die Aussaat von Kulturpflanzen gab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.lustaufunkraut.de/wp-content/uploads/2010/05/Gundelrebe-4.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-306" title="Gundelrebe (4)" src="http://www.lustaufunkraut.de/wp-content/uploads/2010/05/Gundelrebe-4.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Schon lange begleiten Pflanzen als Schutz- und Heilmittel wie in der Symbolik die Menschen durch den Jahreskreis &#8211; in vorchristlicher Zeit schon im keltischen Brauchtum und noch heute an Heiligengedenktagen und verschiedenen anderen Festen des Kirchenjahres. So galt es z.B. am Karfreitag bestimmte Gl&#252;ckspflanzen (Eisenkraut) zu graben und auch f&#252;r die Aussaat von Kulturpflanzen gab es bestimmte Tage. Fr&#252;hlingsblumen schrieb man eine besondere Heilkraft zu. Sie zu sammeln, zu essen oder auch aufzubewahren und bei Bedarf z.B. einem Erkrankten gegen Fieber aufzulegen war g&#228;ngiges Brauchtum. Andererseits sollte man von mancher Pflanze Abstand halten, um vor Schaden bewahrt zu bleiben. In Zusammenhang stand damit einst der Glaube, dass Pflanzen von einem Pflanzengeist bewohnt w&#252;rden.</p>
<p><span id="more-290"></span></p>
<p>Dem Mai, mit dem der Sommer allm&#228;hlich ins Land zieht, kam im Volksglauben in vielerlei Hinsicht eine besondere Bedeutung zu.</p>
<p>Benannt ist der Wonnemonat nach der griechischen Wachstumsg&#246;ttin Maja, deren Name in Verbindung mit Maria steht. Sie wird in der katholischen Kirche bis heute mit besonderen Maiandachten geehrt.</p>
<p>Urspr&#252;nge von vielen Ritualen und Festen vermutet man im keltischen Brauchtum. Dort wurde am 1. Mai der Beginn der Sommerzeit gefeiert, in der die Erde wieder zum Leben erwacht und Segen spendende Naturgeister und G&#246;tter durch Wald und Flur streifen. Da in Mittel- und Nordeuropa die Zeit des Sommers eher kurz ist, wurde sie mit Festen und Feiern nicht nur begr&#252;&#223;t sondern auch begleitet: mit Br&#228;uchen zur Walpurgisnacht, der Sommersonnenwende und dem Sommerende zu Mari&#228; Himmelfahrt.</p>
<p>Einst feierten die Menschen die Nacht zum ersten Mai mit Freudenfeuern, tanzten um sie herum und sprangen durch die Flammen. Zahlreiche Sagen ranken sich darum. So hie&#223; es, dass in dieser Nacht Zauberm&#228;chte losgebunden  seien, die nicht nur dem B&#228;rlauch seine Kraft raubten, sondern auch Menschen sich in Tiere verwandeln lie&#223;en, Pflanzen am Wachsen hinderten oder gegen Mitternacht gar Wasser von B&#228;chen und Brunnen in Wein verwandelten. Sch&#246;pfen k&#246;nne den aber nur, wer den Farnsamen habe… In der Walpurgisnacht trafen sich im Volksglauben auch die Hexen zu ihrem gro&#223;en Fest auf dem Blocksberg. Als wichtiger Kultplatz um diese Handlung wird immer wieder der Brocken im Harz genannt und wilde Geschichten von Hexen, die mittels einer Flugsalbe auf dem Besen reiten konnten wurden in der Gegend erz&#228;hlt. Nat&#252;rlich gab es auch Pflanzen, die – in der Walpurgisnacht gesammelt – besondere F&#228;higkeiten verliehen: Der Gundermann sollte erm&#246;glichen, dass man Hexen als solche erkennen k&#246;nne oder die Wegwarte verlieh gar Unsichtbarkeit.</p>
<p>Mit Beginn der Christianisierung wurden diese Feste verboten und wer es dennoch wagte, sie in der alten Form zu feiern, musste mit dem Schlimmsten rechnen: schnell konnte ein Ger&#252;cht vom Bund mit dem Teufel in Umlauf sein… Der Ursprung des Hexenglaubens kam letztlich erst durch die Verbreitung des Christentums auf. Der Bev&#246;lkerung wollte man Glauben machen, dass Frauen mit (nach damaliger Auffassung) „unerkl&#228;rbaren medizinischen Kenntnissen“ unweigerlich mit dem Teufel im Bunde stehen mussten. Im Zuge der Inquisition wurden die Hexen-Geschichten immer schauerlicher und wert-volles Wissen um altbew&#228;hrte Pflanzenheilkunde endete mit der Tr&#228;gerin meistens auf dem Scheiterhaufen.</p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>&#8220;In der ersten Nacht des Maien<br />
L&#228;&#223;t’s den Hexen keine Ruh;<br />
Sich gesellig zu erfreuen,<br />
Eilen sie dem Brocken zu.<br />
Dorten haben sie ihr Kr&#228;nzchen.<br />
Man verleumdet, man verf&#252;hrt,<br />
Macht ein lasterhaftes T&#228;nzchen,<br />
und der Teufel pr&#228;sidiert.&#8221;<em>- Wilhelm Busch -</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Das einstige Freudenmaifest wurde umgedeutet und man tanzte fortan zur Abwehr von Hexen und b&#246;sen Geistern um die Feuer herum und lie&#223; sich allerlei andere Aktionen zum verscheuchen von Geisterwesen einfallen.</p>
<p>Am Ende &#252;briggeblieben ist eine „Freinacht“, in der es als Schabernack gilt, das Eigentum Anderer zu entwenden oder zu besch&#228;digen um diese zu &#228;rgern. Das hat mit der urspr&#252;nglichen Bedeutung dieser Nacht nun wirklich nichts mehr gemein und ist auch aus strafrechtlicher Sicht nicht unproblematisch. Da gef&#228;llt es besser, dass es in manchen Gegenden &#252;blich ist, dass Verliebte gemeinsam &#252;ber das heruntergebrannte Maifeuer springen oder wenn Linien mit Kreide oder H&#228;cksel zwischen die H&#228;user von heimlich Verliebten gezogen werden, um deren Techtelmechtel &#246;ffentlich zu machen.  </p>
<p>&#220;brigens: Ihren Namen bekam die Walpurgisnacht von der Benediktiner&#228;btissin Walburga &#8211; auch Walpurga oder Walpurgis &#8211; (gest. 779) aus England, deren Gedenktag am 1. Mai gefeiert wurde. Einst Schutzpatronin der B&#228;uerinnen und M&#228;gde wurde Sie so auch zur Besch&#252;tzerin gegen Hexen und B&#246;se M&#228;chte.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Goethes &#8220;verhextes&#8221; Zahlenr&#228;tsel aus FAUST</span></strong></p>
<p><strong>Du musst verstehn!<br />
Aus Eins mach Zehn,<br />
und Zwei lass gehn<br />
und Drei mach gleich -<br />
so bist du reich!<br />
Verlier die Vier!<br />
Aus F&#252;nf und Sechs -<br />
so sagt die Hex -<br />
mach Sieben und Acht:<br />
Dann ist&#8217;s vollbracht.<br />
Und Neun ist Eins<br />
und Zehn ist keins.<br />
Das ist das Hexen-Einmaleins!</strong></p>
<p>Viel Spa&#223; beim Raten!</p>
<p>(L&#246;sung in der Rubrik Kr&#228;uterkurse &#8211; R&#228;tsel)</p>
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		<title>Mistel &#8211; Zauberkraut</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 17:13:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythologie und Brauchtum]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer wei&#223;, was sich hinter Albranken, Bocksfutter, Druidenfu&#223;, oder Hexenbesen verbirgt? Ein Tier, eine Speise oder eine Pflanze?

Mit letzterem haben wir es zu tun und jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit ist sie in fast jedem Floristikgesch&#228;ft zu finden. Die Mistel – Viscum album, so die botanische Bezeichnung. Misteln sind au&#223;ergew&#246;hnliche Pflanzen, die erst in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer wei&#223;, was sich hinter Albranken, Bocksfutter, Druidenfu&#223;, oder Hexenbesen verbirgt? Ein Tier, eine Speise oder eine Pflanze?</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-698" title="MISTEL1" src="http://www.lustaufunkraut.de/wp-content/uploads/2009/12/MISTEL1-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p>Mit letzterem haben wir es zu tun und jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit ist sie in fast jedem Floristikgesch&#228;ft zu finden. Die Mistel – Viscum album, so die botanische Bezeichnung. Misteln sind au&#223;ergew&#246;hnliche Pflanzen, die erst in den Wintermonaten, wenn die B&#228;ume kahl sind, richtig sichtbar werden. Als das Zauberkraut keltischer Druiden, ist die Mistel wohl jedem Fan von ein paar Galliern und ihrem Zaubertrank brauenden Druiden bekannt. Angeblich auf Eichen wurde die Mistel von letzteren mit goldenen Sicheln geschnitten und in T&#252;chern aufgefangen. Sie durften die Erde nicht ber&#252;hren, damit sie nicht ihre magischen Kr&#228;fte verloren. Tats&#228;chlich ist die Mistel eine sehr alte Heil- und Kultpflanze und erregt seit mehr als 2000 Jahren auch als Kunstmotiv das Interesse der Menschen.<span id="more-27"></span></p>
<p>Als auf B&#228;umen lebende Halbschmarotzer entnehmen Misteln mit ihren Wurzelsenkern Wasser und darin gel&#246;ste N&#228;hrstoffe aus den Leitungsbahnen „Ihres“ Baumes, was ein gro&#223;er, gesunder Baum normalerweise verkraftet, solange es sich nur um einzelne Exemplare handelt. <a href="http://www.heilkraeuter.de/lexikon/view.cgi?Titel=Mistel&amp;Bild=mistel-04.jpg"></a>Die Mistelausbreitung ist eng mit dem Vorkommen bestimmter Vogelarten (auch Zugv&#246;geln) verbunden, f&#252;r die Fr&#252;chte und Samen wichtiger Bestandteil ihrer Winternahrung sind.</p>
<p>Als Arzneipflanze hat die Mistel lange Tradition, die bis in die vorchristliche Zeit zur&#252;ckreicht. Ihr wird beruhigende, blutstillende, entz&#252;ndungshemmende, harntreibende und krampfl&#246;sende Wirkung zugeschrieben und sie geh&#246;rt mittlerweile zu den am besten untersuchten Heilpflanzen mit einem reichhaltigen Spektrum an Inhaltsstoffen. Moderne Mistelpr&#228;parate finden u.a. Anwendung zur Blutdrucksenkung und als begleitende Therapie bei der Tumorbek&#228;mpfung.</p>
<p>Alle Teile der Pflanze enthalten in Abh&#228;ngigkeit von der Wirtspflanze in ihrer St&#228;rke unterschiedlich wirksame giftige Inhaltsstoffe!<strong></strong></p>
<p><strong></strong><strong>Aus Mythologie, Brauchtum, Aberglaube</strong></p>
<p>In allen europ&#228;ischen Kulturkreisen, galt die Mistel als Symbol f&#252;r Fruchtbarkeit und als Lebensspenderin. Bei den Keltischen V&#246;lkern war sie heilig und ein Symbol des Friedens.</p>
<p>Trafen sich zwei Feinde unter einem Mistelstrauch, mussten sie sich umarmen und zumindest f&#252;r diesen Tag Waffenstillstand schlie&#223;en. Ein alter englischer Brauch, hat heute noch und wieder zahlreiche Anh&#228;nger: Unter einem zur Weihnachtszeit &#252;ber die T&#252;r aufgeh&#228;ngtem Mistelzweig kann eine junge Maid einen Kuss eines Verehrers nicht ablehnen. Aber aufgepasst – jeder Kuss kostet eine wei&#223;e Beere, sind die Beeren (sie wurden deshalb auch Kusskugeln genannt) alle weg, ist es auch mit dem Busseln vorbei… &#8211; so manche Liebe soll sich da gefunden haben, nicht zuletzt weil die Mistelzweige immer wieder erneuert oder die Beeren wieder angeklebt wurden….</p>
<p>Weil sie hoch oben wie aus dem Nichts auf B&#228;umen w&#228;chst und ihre Fr&#252;chte zur Wintersonnenwende tr&#228;gt, erschien sie unseren Vorfahren geheimnisvoll, von den G&#246;ttern gepflanzt und wohl genau deshalb gestand man ihr auch besonders starke magische Kr&#228;fte zu.</p>
<p>Man glaubte, dass sie vor Feuer, Blitz und Hagel sch&#252;tzen k&#246;nne. Und damit sie gleichzeitig Hexen und b&#246;se Geister am Eintritt hindere, h&#228;ngte man sie an Hauswand und T&#252;r, Stall und Kammern. Misteln hie&#223;en auch Wetterast, weil sich Hexen beim „Wettern“ (Gewitter, Blitz) an die Baumwipfel setzten und sich zwischen Holz und Rinde versteckten; genau dort glaubte man, wachse dann eine Mistel hervor. Als Gegenzauber legte man einen Mistelkranz um den Baum, was die Hexen „sperrte“ und so dem Wettern ein Ende bereitete.</p>
<p>Ebenso sollten Misteln wie vierbl&#228;ttrige Kleebl&#228;tter oder Hufeisen, Gl&#252;ck bringen, aber nur demjenigen, der sie zum Geschenk erh&#228;lt. Die gegabelte Form der Zweige machte sie zum Vorbild der W&#252;nschelrute<strong>.</strong></p>
<p>Unkontrollierbare negative Kr&#228;fte sollte die Mistel in den Rauhn&#228;chten bannen. Eine Mistel am Jagdhut beschere reiche Beute, so glaubte mancher J&#228;ger. Die Kuh, die als erste im Jahr kalbte, wurde von den Bauern mit Mistelzweigen geschm&#252;ckt auch der Bitte f&#252;r Kindersegen sollte die Mistel Kraft verleihen.</p>
<p>Im Christentum wurde die Mistel zu einem Symbol des Friedens. Das Kreuz Christi soll der Sage nach aus dem Holz der damals noch als Baum wachsenden Mistel hergestellt worden sein. Aus Scham dar&#252;ber, das Kreuz Christi geworden zu sein, habe sich die Mistel von einem Baum zu einer viel kleineren Pflanze verwandelt und wollte so daf&#252;r sorgen, dass ihr Holz nicht mehr verwendet werden und sie nur noch Gutes bringen konnte.</p>
<p><strong>Die Mistel ist in Deutschland gesch&#252;tzt und darf nicht gesammelt werden! </strong></p>
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