Sommer Ade?

Samenstand der Haferwurzel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tage werden jetzt schon merklich kürzer. Richtig warme, laue Sommerabende konnte man heuer an ein paar Fingern abzählen. Die Feuchtigkeit hat einiges dahingerafft, was im Sommer lieber trockene Füße und warmes Klima mag… Es ist wie es ist, und man kann auf den nahenden Herbst gespannt sein – vielleicht vergoldet er, was der Sommer übrig gelassen hat. Die inzwischen tief stehende Sonne beschert besondere Momentaufnahmen.

Die ersten Silberfäden sind jedenfalls schon unterwegs…

 

1 Kommentar zu „Sommer Ade?“

  • So ein zauberhaftes Foto – da vergisst man doch glatt all die durchnässten Tage. Zum Sommer 2010 passt auch das folgende Gedicht:

    Regen-Sommer

    Nasser Staub auf allen Wegen!
    Dorn und Distel hängt voll Regen
    Und der Bach schreit wie ein Kind!
    Nirgends blüht ein Regenbogen,
    Ach, die Sonn’ ist weggezogen
    Und der Himmel taub und blind!

    Traurig ruhn des Waldes Lieder,
    Alle Saat liegt siech darnieder,
    Frierend schläft der Wachtel Brut.
    Jahreshoffnung, fahler Schimmer!
    Mit den Menschen steht’s noch schlimmer,
    Kalt und träge schleicht ihr Blut!

    Krankes Weib am Findelsteine
    Mit dem Säugling, weine! weine
    Trostlos oder hoffnungsvoll:
    Nicht im Feld und auf den Bäumen -
    In den Herzen muss es keimen,
    Wenn es besser werden soll!

    Fleh’ zu Gott, der ja die Saaten
    Und das Menschenherz beraten,
    Bete heiß und immerdar,
    Dass er, unsre Not zu wenden,
    Wolle Licht und Wärme senden
    Und ein gutes Menschenjahr!

    Gottfried Keller (1819-1890)

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