Brotbacken

(Ur)getreide – Altes Wissen – Sinnliches Erlebnis
Zeit – Gesund genießen – Entspannung

Gutes Brot braucht nicht viel:

  • Gutes Getreide, gewachsen auf gesunden Böden
  • Klares, reines Wasser aus einem tiefen Brunnen
  • Salz aus dem Urmeer, dem Ursprung unseres Lebens,
  • Zeit, die wir uns nehmen um den Teig zu führen UND
  • Feuer das es zur Vollkommenheit backt.

Die Seele eines guten Brotes ist Zeit

Mit über 3000 Brotsorten ist Deutschland Weltspitzenreiter in Sachen Brotvielfalt.
Als immaterielles Kulturerbe wurde die Deutsche Brotkultur unlängst gekürt. Doch wie ist es damit bestellt, schaut man hinter die Kulissen?

Industriebackwaren nehmen inzwischen einen großen Teil dieser vermeintlichen Brotvielfalt ein, von billigen Import-Teiglingen aus Osteuropa und sogar Fernost ganz zu schweigen. Eine Welt, in der es um schnelle Produktionsabläufe, um gigantische Mengen an Brot und – was auch sonst – um viel Geld geht…

Mit wahrem Brotgenuss geht diese Entwicklung leider nicht einher und echtes „Bäcker-Hand-Werk“ wird zur Rarität. Jeden Tag stirbt in Deutschland eine Bäckerei, weil viele Verbraucher ihre Brötchen lieber „schnell“ und zu jeder Tageszeit beim Discounter oder Backshop kaufen.

Zeit gehört wie auch Gesundheit zu den nicht käuflichen Dingen. Das ist in gewisser Weise auch gut so! So liegt es zu einem großen Anteil an uns, darüber zu verfügen.

Betrachten wir Brotbacken also nicht als zeitraubendes Werk sondern als eine willkommene Pause, für die wir uns Zeit nehmen und gerne aus unserem „Hamsterrad“ aussteigen. Brotbacken entschleunigt, ja manchmal ist es für mich eine Art Meditation, ein Innehalten zum Sortieren von Gedanken.

So wie das Getreide Zeit braucht zu wachsen, benötigt auch das Brot Zeit.

Zeit – viel zu oft haben oder nehmen wir sie uns nicht…

„Gut Ding will Weile haben“ heißt es nicht umsonst.

Selber backen lohnt sich!

Natürlich entscheidet die Qualität der verwendeten Zutaten maßgeblich über das Ergebnis und den vollendeten Genuss eines Backwerkes. Dieser sei umso größer, wenn der Teig für ein Brot mit Leidenschaft und Liebe geführt wurde, heißt es.

Nicht nur Lebensmittelunverträglichkeiten treiben Menschen immer häufiger dazu an, ihr Brot selbst zu backen.
Qualität, Geschmack, Bekömmlichkeit und letztlich auch kreative Vielfalt aus dem eigenen Backofen sind unübertrefflich!

Gutes Brot braucht keine Zusatzstoffe aus dem Reagenzglas! Es geht auch ohne!
Auch scheint dieses „ohne“ uns besser zu schmecken und bekömmlicher zu sein.
Warum sonst erinnert man sich gerne daran, wie es früher (z.B. bei den Großeltern) einmal geschmeckt hat.

Brotbacken ist kein Zauberwerk, wenn man „die Regeln“ kennt.

Vom einfachen Bauernlaib, Körner- und Vollkornbroten mit und ohne Form gebacken über Weißbrote aus Weizen, Dinkel oder anderen Urkornmehlen bis Kleingebäck, Mediterrane Köstlichkeiten, Baguette, Ciabatta u.v.a. –
alles können Sie zu Hause im E-Herd gleichermaßen wie in einem speziellen Brotbackofen backen.
Die Teigführung erfolgt mit Sauerteigen, Vorteigen oder auch Koch-, Brüh- bzw. Quellstücken … die verwendete Menge an Hefe ist meist unvorstellbar gering -teilweise kann sogar ganz darauf verzichtet werden. Dafür bekommt der Teig was am Wichtigsten ist: ZEIT

Seit mehr als 20 Jahren backe ich Brot selbst. Alle Erfahrung und Leidenschaft gebe ich in meinen Kursen weiter. Bekanntlich führen viele Wege nach Rom, so gibt es auch zum Backen von gutem Brot nicht nur eine einzige Weisheit.

Die eigentliche Kunst liegt in der Teigführung, also darin, alle Zutaten auf bestmögliche Weise zu verbinden. Das Feuer, die Hitze des Backofens macht das Werk vollkommen – eine Verwandlung vom Teig zum Brot. Eine Metamorphose in der etwas völlig Neues entsteht, mit neuem Geschmack und anderen Eigenschaften.